Wilkommen beim LandFrauenVerband Mannheim

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Frühjahrstagung 2015 mit Spendenübergabe

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Frühjahrstagung 2015 des LandFrauenverbandes Mannheim mit Spendenübergabe an den Notruf für sexuell misshandelter Frauen und Mädchen

48 Führungskräfte des LandFrauenverbandes Mannheim trafen sich in Leutershausen „Zum Löwen“ um dort im Nebenzimmer an der Frühjahrstagung teilzunehmen.

Die 1. Vorsitzende, Frau Carmen Knauer, begrüßte die Anwesenden und den Gast, Frau Schwarz, vom Notruf für sexuell misshandelte Frauen und Mädchen, an den dieses Jahr die stolze Summe von 6.000 Euro übergeben werden konnte. Frau Schwarz bedankte sich recht herzlich für diese Spende und lobte das Engagement und den Einsatz der LandFrauen auf dem Mannheimer Weihnachtsmarkt. Zwar wurden dieses Jahr nur an 2 Tagen Marmelade verkauft, aber die selbstgekochte Marmelade fand wieder guten Absatz. Frau Schwarz gab einen kleinen Einblick in ihre Arbeit und erzählte, dass sie 2014 426 Fälle bearbeitet haben. Hauptgründe der Kontaktaufnahme waren in 196 Fällen (46%) der akute oder frühere sexuelle Missbrauch. In 85 Fällen (20%) wurde die Beratungsstelle von Bezugspersonen oder Fachkräften der Jugendhilfe oder anderer Einrichtungen wegen eines Verdachts auf sexuellen Missbrauchs kontaktiert. In 40 Fällen (9%) erfolgte die Kontaktaufnahme aufgrund von Vergewaltigung. In 18 Fällen (4%) aufgrund von sexueller Nötigung. Es gab 15 Fälle von sexuellen Übergriffen durch Kinder und der Rest verteilte sich auf 8 Fälle von sexueller Belästigung, 11 Fälle betrafen andere Formen von Gewalt und in 6 Fällen nahmen Frauen und Mädchen wegen Stalking Kontakt zu ihnen auf. 47 Anfragen bezogen sich auf spezifische Fragestllungen zum Thema sexualisierte Gewalt sowie auf den Bereich Präventation, Ratsuchende waren hier hauptsächlich Fachkräfte und Angehörige.

Verhaltensauffälligkeiten war der häufigste weitere Beratungsschwerpunkt. Unter Verhaltensauffälligkeiten wird ein breites Spektrum erfasst, von psychiatrischen Auffälligkeiten bis hin zu dissozialem Verhalten = Delinquenz. Vom Alter waren Jungen und Frauen bei der Kontaktaufnahme: 70% unter 18 Jahren, 55% waren jünger als 14 Jahren und in 29% der Fälle waren es Kinder im Alter von 0 bis 6 Jahren. In 26 Fällen handelte es sich um Jungen. 2014 wurden ca. 15 Präventionsprojekte, überwiegend in Kindertagesstätten durchgeführt und 12 Fortbildungen für Erzieherinnen aus Kindertagesstätten und Heimen. Zur Finanzierung berichtete sie, das trotz der Zuschüsse der Stadt und dem Sozialministerium Baden-Württemberg ein Rest von über 43.000,- Euro fehlt, der dann aus Spenden, Honorareinnahmen und Bußgelder der Verein selbst aufbringen muss. Und deshalb ist der warme Geldregen der LandFrauen sehr willkommen.

Nach diesen Ausführungen mussten die LandFrauen zuerst mal durchatmen, bevor sie gezielte Fragen an Frau Schwarz stellten. Diese wurden zur Zufriedenheit aller Anwesenden ausführlich beantwortet. Darauf folgte die Geldübergabe und Frau Schwarz wurde mit viel Beifall verabschiedet.

Danach ging es mit den Tagesordnungspunkten weiter.

Frau Ingrid Heller berichtete über die Auswertung der Winterarbeit: Insgesamt fanden 124 Vorträge und Veranstaltungen statt. Davon 73 Veranstaltungen aus dem Referentenkatalog und 51 mit frei gewählten Referenten. Aufgeschlüsselt fanden 25 Vorträge zu Ernährung und Gesundheit, 15 zu Heimatkunde, 15 zu Kultur, Kunst und Geschichte, 14 zu Politik und Weltkunde, 8 zu Literatur und Lesungen, 7 zu Landwirtschaft und Pflanzenkunde und 4 zum Erlernen einer Kreativtechnik statt, auch über Erziehung, Theologie und Psychologie. Man kann daraus ersehen, dass die Bildungsarbeit in der Erwachsenenbildung immer noch eine der Hauptaufgabe der LandFrauenarbeit ist.

Die Geschäftsführerin, Frau Annette Renkert, ließ das vergangene Jahr noch einmal Revue passieren, berichtete über die Aktivitäten des Landesverbandes Mannheim und u.a. über den Weihnachtsmarkt Mannheim, der im vergangenen Jahr nur an 2 Tagen stattfand, vom LandFrauentag in Reilingen, an dem 500 LandFrauen teilnahmen, das 35 LandFrauen an der Reise nach Südafrika teilnahmen und der Vorstand zu 8 Sitzungen einberufen hatte.

Frau Sonja Leyghdt, Kassiererin, teilte erfreut mit, dass ein Plus erwirtschaftet wurde und die Kassenprüfung am 01.04.15 stattfand. Die Kassenprüferinnen bestätigten eine einwandfrei geführte Kasse und entlasteten somit den gesamten Vorstand.

Frau Carmen Knauer berichtete Neues vom Verband Stuttgart und teilte das neue Leitthema „Weichen stellen für morgen“ mit, dass die Aktion „Faire Schokolade“ ausläuft, und dass sich jeder Ortsverein anmelden kann beim Deutschen LandFrauenverband, um bei der Aktion „Flüstertüte“, LandFrauen mischen sich ein, mitzumachen. Die Arbeitstermine für die Ortsvereine, die am Maimarkt Dienst haben, wurden bekanntgegeben, und das am LandFrauentag auf dem Maimarkt dieses Jahr Herr Habekost auftritt.

Das Schlusswort sprach Frau Karin Reisig, sie zitierte ein Gedicht über gute Freunde: die nicht immer bequem, sagen dir, was nicht genehm, sind aber nicht belehrend, spüren, wenn ein Rat vonnöten und es besser ist einfach zu trösten.

Mit einem Geranienblumengruß wurden die LandFrauen verabschiedet und konnten den Heimweg antreten.

 
LandFrauen Verbandstag in Fellbach

Landfrauen Verbandstag Fellbach 3

Mit 28 Teilnehmern machte sich der LandFrauenverband Mannheim am frühen Morgen mit dem Bus auf den Weg, um am Verbandstag in der Schwabenhalle in Fellbach, teilzunehmen.

Um 10 Uhr begann das Programm mit einstudierten Frühlingsliedern des „Fidelfeger-Kinderchor Althütte“ aus dem Kreisverband Rems-Murr.

Anschließend begrüßte die Präsidentin, Frau Hannelore Wörz, die 1.200 Gäste, die aus dem gesamten Verband angereist waren. Sie stellte das neue Leitthema „Weichen stellen für morgen“ vor. Danach sprach Ministerialrat, Herr Wolfgang Reimer, aus dem Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg. Er lobte das Engagement der LandFrauen, die sich im ländlichen Raum und in der Stadt ehrenamtlich einbringen.

Die von Frau Christine Euchner einstudierte Tanzdarbietung „Played-A-Live“ bestehend aus Gymnastikgruppen aus drei verschiedenen Ortsvereinen, zeigte, dass die Freude an Bewegung und Tanz in jedem Alter möglich ist. Nach dem Motto: „Turnen bis zur Urne“.

Der nächste Programmpunkt mit dem aktuellen Thema von Herrn Dr. Winfried Kösters „Die Zukunft ist nicht die Verlängerung der Vergangenheit“ ging es weiter. Herr Dr. Kösters lobte die Weitsicht der LandFrauen, die dies schon sehr früh erkannt haben. Der demografische Wandel in Deutschland ist zweifelslos, das wir in Deutschland irreversibel weniger Kinder haben, deutlich älter werden und uns um mehr Betagte kümmern müssen, sowie nachhaltig bunter werden. Das Bild der multikulturellen Gesellschaft wird von der Multiminoritätengesellschaft (d.h. Minderzahl an jungen Menschen) abgelöst. Neben dem Klimawandel wird kein anderes Thema unser Land nachhaltiger verändern und beschäftigen.

Wer sich jetzt vergegenwärtigt, dass bis 2030 die Zahl der Rentner/innen um etwa fünf Millionen Menschen ansteigen wird, während die Zahl der Kinder und Jugendlichen um etwa 600.000 sinkt, der stellt fest: Rentner in Deutschland haben wir genug. Was fehlt, sind Kinder. Wir müssten eigentlich alles daran setzen, Menschen zu motivieren, zu ermutigen und verlässlich unterstützen, Kinder zu zeugen und zu erziehen. Dazu kommt: die Elite der Zukunft sind Frauen. Es muss von der Politik dafür mehr getan werden, z.B. bessere Kinderbetreuung und das Männer in Elternzeit gehen können, ohne dass sie danach Einbußen hinnehmen müssen. Es muss umgedacht werden. Wer schiebt z.B. wessen Rollstuhl? Und darf jemand Nachsicht von jüngeren Generationen verlangen, auf die er zuvor nie Rücksicht genommen hat? Wir brauchen eine Generationenpolitik. Es sind fünf Generationen in einem Jahrhundert, deren faires Miteinander über die Zukunft einer älter werdenden Gesellschaft entscheiden. Das wurde den Anwesenden anschaulich mit Diabildern nahe gebracht. Mit dem afrikanischen Sprichwort: „Die beste Zeit einen Baum zu pflanzen war vor 20 Jahren, die zweitbeste Zeit heute“, beendete Herr Dr. Kösters den Vortrag.

Das Improvisationstheater „Fastforward“ aus Marburg, machte seinem Namen alle Ehre und führte durch Zurufe von Wörtern aus dem Publikum gekonnt ein amüsantes Stück auf.

Anschließend gab es eine Podiumsrunde, moderiert von Susanne Kurz, SWR-Redakteurin, mit Stefanie Mergenthaler, Vorsitzende der Landjugend Württemberg-Baden, Christoph Palm, Oberbürgermeister der Stadt Fellbach, Manuela Rukavina, Vorsitzende des Landfrauenrates Baden-Württemberg, Brigitte Scherb, Präsidentin des Deutschen LandFrauenverbandes. Thema: die älter werdende Gesellschaft, wie deren Zukunft gestaltet werden kann bzw. junge Menschen nicht benachteiligt werden sollten, neue Berufe der Zukunft entwerfen, jungen Menschen auf dem Land nicht benachteiligen gegenüber den städtischen.

Eine kleine Atempause wurde eingelegt und die Teilnehmer konnten ein typisch schwäbisches Mittagessen, bestehend aus Maultaschen und Kartoffelsalat, einnehmen. Um das Essen schneller zu verdauen lud Frau Euchner danach zu einer Bewegungsrunde ein.

Frau Wörz sprach nochmals an, dass die LandFrauen schon immer Generationenübergreifend sich ausgerichtet haben. Die Zukunft gestalten mit Projekten z.B. wie: „Trittsicher durchs Leben“, „Arbeit, Geld und Vorsorge“, „Wohnen und Mobilität“ und „Ehrenamt leben vor Ort“, und dass LandFrauen auf der Bundesebene voneinander lernen und kooperieren.

Mit dem LandFrauen-Mundharmonikaorchester, die mit ihrem Programm „Sommer, Sonne, Atemlos“ die Anwesenden nochmals in Bewegung brachten, endete diese Veranstaltung.

Die Teilnehmer waren sich einig, alt und verstaubt ist die LandFrauenarbeit noch lange nicht, denn dieser Verbandstag zeigte: wir stellen uns breitgefächert engagiert mit Vielfalt und Beweglichkeit der Zukunft.

 
Führungskräfte-Seminar des LandFrauenverbands Mannheim

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Gleich nachdem die Seminarleiterin Frau Reichenbach-Lachenmann herzlich von der 1. Kreisvorsitzenden Carmen Knauer begrüßt worden war, nahm das Seminar für 32 Führungskräfte mit dem interessanten Thema „Du kannst in anderen nur entzünden, was selber in Dir brennt – mein Profil als Führungskraft“, volle Fahrt auf.

Es war die Idee von Frau Reichenbach-Lachenmann kleine Karten an die in fünfer Gruppen eingeteilten Teilnehmer zu verteilen. Jede Gruppe sollte notieren, welche Qualitäten eine Führungskraft haben sollte. Anschließend wurden diese Kärtchen vorgelesen und es wurde darüber diskutiert. Sehr auffallend war, das alle Teilnehmer bei einer Führungskraft besonderen Wert auf Teamfähigkeit, Zuverlässigkeit, Ausstrahlung und Souveränität, soziale Kompetenz, Menschenkenntnis und Motivationsfähigkeit legten.

Diese „Qualitäten“ wurden anschließend einzeln und ausführlich diskutiert. Am Schluss entstand für alle ganz deutlich das Bild, die Qualitäten einer Führungskraft sind:

- sie nimmt ihre Führungsrolle war

- arbeitet im Team und verteilt Aufgaben

- schafft guten Umgangston und gutes Gesprächsklima

- reflektiert und wertet aus

- organisiert und gestaltet

- informiert sachlich und kompetent

- setzt Ziele und übernimmt Verantwortung für die Zukunft.

Nach einer Atemübung wurde eine Kaffeepause eingelegt, die auch genutzt wurde, um die bisherigen Erkenntnisse zu diskutieren.

Danach ging es gestärkt und motiviert weiter und die Teilnehmerinnen erlernten anhand von Fallbeispielen diese Führungsqualitäten in ihren Ortsvereinen umzusetzen.

Mit einer goldenen Regel „behandle den anderen Menschen so, wie Du gerne behandelt werden willst“, die Frau Reichenbach-Lachenmann allen Teilnehmer mit auf den Heimweg gab, endete dieses von ihr hervorragend gestaltete Seminar.

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Frau Reichenbach-Lachenmann und Carmen Knauer

 
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